Die Akromegalie

Dem Erkrankungsbild der Akromegalie liegt eine Überproduktion von STH (somatotropes Hormon = Wachstumshormon) in der Hypophyse zugrunde.
Es kommt zu einem Wachstum von Händen, Füßen sowie der Gesichtsknochen. Auch die inneren Organe können wachsen. Patienten klagen häufig über Kopf-, Gelenk- oder Gliederschmerzen. Häufig werden auch ein Diabetes mellitus (hoher Blutzucker) oder ein erhöhter Blutdruck beobachtet. Einige Patienten leiden auch an einer sogenannten Schlafapnoe (= Atemaussetzer), die häufig mit verstärktem Schnarchen und einer Vergrößerung der Zunge vergesellschaftet ist. Typisch ist auch eine sehr tiefe Stimme und ein Auseinandergehen der Zähne. Tritt die Krankheit im Kindes- oder Jugendalter vor dem Wachstumsende auf (offene Wachstumsfugen der langen Röhrenknochen), entwickelt sich ein sogenannter Gigantismus (=Hochwuchs).

Bei unbehandelten Patienten besteht ein erhöhtes Risiko verfrüht zu sterben. Eine Normalisierung des Hormonspiegels ist deshalb das oberste therapeutische Ziel. Prinzipiell ist eine medikamentöse, operative oder strahlentherapeutische Behandlung oder auch eine Kombination der Methoden denkbar. Die Entscheidung über die Behandlungsmethode oder die Kombination verschiedener Methoden muss individuell für jeden Patienten gestellt werden. Hier sind fallbezogene Entscheidungen in einem interdisziplinären Team von Neurochirurgen, Endokrinologen und Strahlentherapeuten sehr wichtig.

Hypophysentumor vor OP

Hypophysentumor nach OP

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