Das hormoninaktive Hypophysenadenom

Ein Großteil der Hypophysenadenome sind sogenannte hormoninaktive Hypophysenadenome. Hier findet keine Hormonproduktion in den Adenomzellen statt. Das klinische Bild ist sehr variabel.

Einige Adenome fallen als Zufallsbefund in einer Bildgebung des Kopfes auf. Bei anderen Patienten fallen Sehstörungen auf, weil der Tumor von unten auf die Sehnervenkreuzung drücken kann. Manchmal fallen Patienten durch zunehmende Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf, weil das Adenom die gesunde Hypophyse zur Seite drückt und zu einem Ausfall der Hormonproduktion führt. Die Entscheidung über die weitere Therapie sollte in einem interdisziplinären Team von Neurochirurgen  und Endokrinologen erfolgen. Die Vorstellung bei einem Endokrinologen zur Ãœberprüfung der Hormonachsen ist wichtig, um zu entscheiden, ob die Gabe von fehlenden Hormonen erfolgen muss. Ist ein Hypophysenadenom diagnostiziert, muss der Neurochirurg die Entscheidung über eine Operation treffen. 

Auch andere Tumorerkrankungen wie Kraniopharyngeome, Rathke-Zysten oder Metastasen werden anhand der Bildgebung und der vor einer Operation stattfindenden Hormondiagnostik häufig zunächst als hormoninaktives Adenom eingestuft. Hier hilft die pathologische Untersuchung des entfernten Adenomen in der weiteren Differenzierung und genauen Einschätzung des vorliegenden Befundes.

Hormoninaktives Adenom vor operativer Resektion

Nach erfolgter Adenomresektion

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