Das Prolaktinom

Prolaktinome sind Adenome der Hypophyse die das Hormon Prolaktin bilden. Das Prolaktin ist während einer Schwangerschaft für die Reifung der Brustdrüsen und nach der Geburt eines Kindes für eine ausreichende Milchproduktion verantwortlich.
Eine Überproduktion des Prolaktins findet sich recht häufig (aber nicht ausschließlich) bei jungen Frauen und fällt meistens mit Zyklusstörungen (=Regelblutungsstörungen) auf. Andere Probleme können ein Spannungsgefühl in den Brüsten oder gar Flüssigkeits- bzw. Milchsekretion sein, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt. Unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerz und Gewichtszunahme werden ebenfalls beobachtet. Das Prolaktin kann auch im Rahmen anderer Erkrankungen erhöht sein. Die Ursache einer Erhöhung muss sorgfältig abgeklärt werden. Nach abgeschlossener Labordiagnostik, wird entschieden ob eine Kernspintomographie der Hypophyse erfolgen muss.

Wenn ein Prolaktin produzierender Tumor der Hypophyse (= Prolaktinom) vorliegt, kann der Großteil der Patienten medikamentös behandelt werden- der Tumor verkleinert sich und die Werte für Prolaktin im Labor sinken. Nur in sehr wenigen Fällen ist trotzdem eine Operation erforderlich. Gründe hierfür können zum Beispiel eine Erfolglosigkeit der Medikamentenbehandlung sein. Die Entscheidung zu einer operativen Therapie muß individuell gestellt werden und ist eine interdisziplinäre Entscheidung zwischen Endokrinologen und Neurochirurgen.

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